Die Therapie mit Blut und Blutprodukten unterliegt einem umfangreichen gesetzlich fixierten Regelwerk, dessen Darstellung den Rahmen dieser Broschüre sprengt. Es wird  daher auf die „Transfusionsvorschrift“ der hämatologisch onkologischen Praxis Altona verwiesen. Diese wiederum beruhen auf den Vorgaben des Transfusionsgesetzes der Richtlinien und Leitlinien der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Institutes. An dieser Stelle folgt eine kurze Auswahl wichtiger und hausspezifischer Hinweise:
Analysenspektrum:
  • Blutgruppenbestimmung
  • Antikörpersuche und – differenzierung
  • Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe)
  • Coombsteste
Dienstzeiten
Untersuchungen stehen wochentags von 7.30 – 16.00 zur Verfügung.
Samstags und Sonntags steht zur Zeit kein Labordienst zur Verfügung.
Blutprodukte
Blutprodukte werden über den DRK Blutspendedienst Nord gGmbH, 22952 Lütjensee bestellt: Telefonnummer 04621-8073-0.
In der Regel erfolgt die Bestellung nach Anweisung der Ärzte über die Tagesklinik der hämatologisch onkologischen Praxis. Die Lieferung der Produkte erfolgt dann am nächsten Morgen gegen 7.30 Uhr. In Ausnahmefällen erfolgt die Lieferung auch als cito Anforderung gleich nach bestellen der Blutprodukte.
Bei Lieferengpässen  kann eine cito Bestellung auch über das Universitätkrankenhaus Eppendorf, das Zentralinstitut für Transfusionsmedizin in Eilbek oder das Marienkrankenhaus Hamburg erfolgen.
Checkliste Blutanforderung
(nach Transfusionsgesetz dürfen nur vollständige schriftliche Anforderungen bearbeitet werden)
  • Sorgfältige Indikationsstellung
  • schriftliche Anforderung für alle Produkte (EK, GFP, TK) Rezept
  • rechtzeitige Anforderung bei elektiver Transfusion
  • Blutentnahme nach korrekter Identitätssicherung
  • Angabe von Anzahl, Art und Aufbereitungsform der Konserven
  • Angabe von Diagnose, Transfusionsindikation, zeitlicher Dringlichkeit, Transfusionsanamnese, Antikörper-Vorbefunde
  • Name und Unterschrift der entnehmenden Person sowie bei Konservenanforderung des indizierenden Arztes
Checkliste Transfusion
Patientenaufklärung und Dokumentation derselben
  • Zuordnung von Konserve und Begleitpapieren zum Patienten
  • Kompatibilität von Blutgruppe des Patienten und Blutgruppe auf Konservenetikett / Begleitpapieren
  • Übereinstimmung von Nummern auf Konserve und Begleitpapieren
  • Verfalldatum der Konserven prüfen
  • Gültigkeit der Kreuzprobe (72 Stunden) prüfen
  • Unversehrtheit der Konserven (Beschädigung, Gerinnsel, Hämolyse, Gefrieren, Überwärmung) prüfen
  • Transfusionsbesteck (Filtergröße 170-240µm)
  • Bedside-Test (=ABO-Identitätstest) durch den transfundierenden Arzt (oder direkte Aufsicht)
     - des Patienten (vorgeschrieben; auch im Notfall; auch bei Plasma,    Thrombos)
     - der Erythrozytenkonserve (bei Eigenblut vorgeschrieben)
     - Dokumentation des Ergebnisses
  • Einleitung durch Arzt, Überwachung durch qualifiziertes Personal
  • Restblut sterial abgeklemmt bei +4 Celsius +/- 2 Celsius 24 h aufbewahren
    Checkliste Dokumentation
  • patientenbezogene Dokumentation (Krankenakte):
    Unterschrift des transfundierenden Arztes in der entsprechenden Spalte jeden Produktes auf dem Kreuzprobenbefund / Bereitstellungsmeldung
    (DIN A4). Schein verbleibt in der Krankenakte!
  • produktbezogene Dokumentation (Tagesklinik):
    Chargennummer, Unterschrift, Datum und Vermerk von Besonderheiten im entsprechenden Ordner der Tagesklinik.